Kostenübersicht nach Saunatyp
| Saunatyp | Anschaffung | Installation | Monatlich (Strom) |
|---|---|---|---|
| Innensauna (klein) | 900 – 1.600 € | 200 – 500 € | 15 – 25 € |
| Innensauna (groß) | 2.000 – 3.000 € | 300 – 600 € | 25 – 40 € |
| Fasssauna | 2.000 – 5.500 € | 300 – 800 € | 25 – 40 € |
| Gartensauna | 2.500 – 5.000 € | 500 – 1.200 € | 25 – 40 € |
| Infrarotkabine | 800 – 2.000 € | 0 – 50 € | 3 – 8 € |
1. Anschaffungskosten im Detail
Der Kaufpreis einer Sauna hängt von vier Faktoren ab: Saunatyp, Größe, Holzart und ob der Ofen im Lieferumfang enthalten ist.
Einstiegsklasse (800 – 1.500 €)
Kleine Innensaunas für 2 Personen und einfache Infrarotkabinen. Meist aus nordischer Fichte, kompakte Maße. Ofen manchmal nicht im Preis enthalten.
Mittelklasse (1.500 – 3.500 €)
3–4-Personen-Modelle von Karibu, Woodfeeling und Weka. Bessere Holzqualität, oft mit Ofen und Steuergerät. Die meisten Fasssaunas fallen in diese Kategorie.
Premium (3.500 – 6.000+ €)
Große Gartensaunas mit Vorraum, Harvia-Modelle mit Holzofen, Thermoholz-Ausführungen. Hochwertige Verarbeitung, dickere Bohlen, Premium-Öfen.
Achtung, versteckte Kosten: Bei vielen Saunas ist der Ofen nicht im Preis enthalten. Ein guter Elektroofen kostet 200–600 €, ein Holzofen 300–800 €. Auch Saunasteine (30–50 €), Steuergerät (50–150 €) und Saunaleuchte (20–50 €) sind nicht immer dabei.
2. Installationskosten
Die Installationskosten unterscheiden sich stark je nach Saunatyp und Standort:
| Posten | Innensauna | Garten-/Fasssauna |
|---|---|---|
| Elektriker (400V) | 200–500 € | 300–800 € (Erdkabel) |
| Fundament | Nicht nötig | 200–800 € |
| Professionelle Montage | Optional (150–300 €) | 300–600 € |
| Schornsteinfeger | Entfällt | ca. 100 € (nur Holzofen) |
| Gesamt | 200–800 € | 500–2.300 € |
Bei Infrarotkabinen entfallen die Installationskosten fast komplett: keine Starkstromleitung, kein Fundament, keine professionelle Montage nötig. Einfach aufstellen und an die Steckdose anschließen.
3. Stromkosten pro Saunagang
Ein 9-kW-Saunaofen verbraucht bei einem typischen Saunagang (1,5 Stunden inklusive 30–40 Minuten Aufheizen) ca. 10–14 kWh. Bei einem Strompreis von 0,35 €/kWh ergibt sich:
3,50 – 5 €
Klassische Sauna (9 kW)
1,50 – 2,50 €
Kleine Sauna (3,6 kW)
0,25 – 0,45 €
Infrarotkabine (1,5–2,5 kW)
Rechne bei 2 Saunagängen pro Woche mit ca. 28–40 € Stromkosten im Monat für eine klassische Sauna, oder 2–4 € für eine Infrarotkabine. Im Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt ca. 100–120 € Strom im Monat. Die Sauna erhöht die Stromrechnung also um 25–35 %.
4. Laufende Kosten: Was nach dem Kauf kommt
Neben den Stromkosten fallen regelmäßig kleinere Ausgaben an, die du einplanen solltest:
| Posten | Intervall | Kosten |
|---|---|---|
| Saunasteine erneuern | Alle 2–3 Jahre | 30–50 € |
| Holzschutz-Lasur (nur Außensauna) | Alle 1–2 Jahre | 50–100 € |
| Dach (Bitumenschindeln) | Alle 5–8 Jahre | 80–150 € |
| Aufguss-Konzentrate | Monatlich | 5–15 € |
| Saunatücher & Auflagen | Alle 1–2 Jahre | 30–60 € |
Für eine Gartensauna solltest du insgesamt ca. 40–55 €/Monat an laufenden Kosten einplanen. Eine Innensauna kommt auf ca. 25–35 €/Monat, eine Infrarotkabine auf nur 5–10 €/Monat.
5. Amortisation: Wann lohnt sich die Sauna?
Rechnen wir mit einem Paar, das 2× pro Woche in die Therme geht (25 €/Person = 200 €/Monat). Mit einer eigenen Sauna für 3.000 € und laufenden Kosten von ca. 40 €/Monat spart man 160 €/Monat.
Amortisation nach ca. 19 Monaten
Danach sparst du jeden Monat 160 €, und hast deine private Wellness-Oase jederzeit verfügbar.
Beispiel Infrarotkabine: Anschaffung 1.200 €, laufende Kosten 5 €/Monat. Erspart 100 €/Monat (Therme für 1 Person). Amortisation nach nur 13 Monaten.
Beispiel Premium-Gartensauna: Anschaffung 6.000 € (inkl. Fundament, Elektrik), laufende Kosten 50 €/Monat. Erspart 200 €/Monat (Paar). Amortisation nach 40 Monaten.
6. Kosten senken: Praktische Spar-Tipps
- Saunatür geschlossen halten: jedes Öffnen kostet 5–10 Minuten Aufheizzeit und damit bares Geld.
- Gute Isolierung: bei Innensaunas auf mindestens 40 mm Wandstärke achten. Jeder Millimeter mehr spart Aufheizenergie.
- Nicht zu groß kaufen: eine halb leere Sauna verschwendet Energie. Wähle die Größe passend zur tatsächlichen Nutzerzahl.
- Ökostrom-Tarif: macht die Sauna nicht nur günstiger, sondern auch nachhaltiger. Viele Ökostrom-Tarife sind mittlerweile günstiger als der Grundversorger.
- Ofen passend zum Raum: Ein überdimensionierter Ofen verschwendet Strom. 1 kW pro 1 m³ Raumvolumen ist die Faustregel.
- Saunasteine pflegen: zerbröselte Steine behindern die Luftzirkulation und verlängern die Aufheizzeit. Regelmäßig prüfen und austauschen.
- Gemeinsam saunieren: Die Kosten pro Saunagang sinken, wenn mehrere Personen gleichzeitig saunieren. Der Ofen verbraucht nicht mehr Strom, nur weil 4 statt 2 Personen in der Sauna sitzen.
7. Wertsteigerung der Immobilie
Eine Sauna ist nicht nur ein Kostenfaktor, sie kann auch den Wert deiner Immobilie steigern. Besonders bei gehobenen Wohnlagen und Einfamilienhäusern ist eine Sauna ein beliebtes Ausstattungsmerkmal. Laut Immobilienexperten kann eine gut integrierte Sauna den Verkaufspreis um 3.000–8.000 € erhöhen.
Voraussetzung: Die Sauna muss in gutem Zustand sein und zum Gesamtkonzept des Hauses passen. Eine veraltete, schlecht gepflegte Sauna im feuchten Keller kann sich sogar negativ auswirken. Am wertvollsten sind Innensaunas in modernen Badezimmer-Landschaften und ästhetische Gartensaunas mit hochwertiger Holzoptik.
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