Sauna Holzarten im Vergleich

Das richtige Holz entscheidet über Langlebigkeit, Optik und Saunaerlebnis.

Die Holzart ist einer der wichtigsten Faktoren beim Sauna-Kauf. Sie beeinflusst die Haltbarkeit, den Pflegeaufwand, den Geruch und den Preis. In diesem Ratgeber vergleichen wir die gängigsten Sauna-Hölzer und geben klare Empfehlungen.

Alle Holzarten im Überblick

Holzart Haltbarkeit Harz Preis Ideal für
Nordische Fichte 10–15 J. Ja Innensauna, Einstieg
Hemlock 15–20 J. Nein €€ Innensauna, Allergiker
Thermoholz (Fichte) 20–25 J. Nein €€€ Außensauna, Premium
Rotzeder (Red Cedar) 20–30 J. Nein €€€€ Premium-Außensauna
Espe (Aspen) 15–20 J. Nein €€ Saunabänke, Innen
Abachi 15–20 J. Nein €€ Saunabänke, Rückenlehnen
Kiefer 10–15 J. Ja Außenverkleidung, Budget
Linde 12–18 J. Nein €€ Innensauna, Infrarotkabine

Die Holzarten im Detail

Nordische Fichte — Der Klassiker

Die nordische Fichte (Picea abies) ist das mit Abstand am häufigsten verwendete Sauna-Holz. Sie wächst langsam in Finnland und Schweden, was das Holz dichter und stabiler macht als mitteleuropäische Fichte.

+ Günstigster Preis, bewährt, gute Isolierung, angenehmer Waldduft
Kann Harz absondern, braucht Holzschutz im Außenbereich, nicht für Bänke ideal

Hemlock — Der Allergikerfreund

Hemlock (Tsuga canadensis) stammt aus Nordamerika. Es ist absolut harzfrei, geruchsneutral und hat eine gleichmäßige, helle Maserung. Ideal für Menschen mit Holz- oder Duftstoffallergien.

+ Harzfrei, allergikerfreundlich, splitterfrei, gleichmäßiges Holzbild
Teurer als Fichte, weniger witterungsbeständig, weicher als Zeder

Thermoholz — Unsere Empfehlung für Außensaunas

Bei der thermischen Modifikation wird Fichte oder Kiefer unter Sauerstoffausschluss auf 185–230 °C erhitzt. Das Ergebnis: ein dunkelbraunes, extrem witterungsbeständiges Holz, das kaum arbeitet und nicht schimmelt.

+ Beste Witterungsbeständigkeit, kein Schimmel, edle Optik, harzfrei
30–50 % teurer, etwas spröder, vergraut ohne Pflege (nur optisch)

Rotzeder (Western Red Cedar) — Das Premium-Holz

Rotzeder ist das Königsholz unter den Saunahölzern. Natürlich resistent gegen Fäulnis, Insekten und Schimmel dank der enthaltenen Thujaplicine. Intensiver, warm-würziger Duft, der das Saunaerlebnis bereichert.

+ Natürlicher Schutz, herrlicher Duft, 25+ Jahre Haltbarkeit, traumhafte Optik
Teuerste Option, nicht lokal verfügbar, Duft kann für manche zu intensiv sein

Espe & Abachi — Für Saunabänke

Beide Hölzer haben eine extrem niedrige Wärmeleitfähigkeit: Sie fühlen sich nicht heiß an, auch bei 90+ °C. Deshalb werden sie fast ausschließlich für Saunabänke, Rückenlehnen und Kopfstützen verwendet.

+ Keine Verbrennungsgefahr, harzfrei, splitterfrei, hautfreundlich
Nicht für tragende Konstruktion, Abachi aus Tropenholz (Nachhaltigkeit prüfen)

Welches Holz für welche Sauna?

Saunatyp Empfohlenes Holz Alternative
Fasssauna Thermoholz Nordische Fichte (mit Lasur)
Gartensauna Thermoholz oder Rotzeder Nordische Fichte (mit Holzschutz)
Innensauna Hemlock oder nordische Fichte Linde, Espe
Infrarotkabine Hemlock Rotzeder, Linde
Saunabänke Espe oder Abachi Linde

Holzpflege: Wie bleibt das Holz schön?

Außen

Offenporige Holzschutz-Lasur alle 1–2 Jahre (Fichte/Kiefer). Thermoholz alle 2–3 Jahre optional für die Optik. Rotzeder braucht kaum Pflege.

Innen

Niemals streichen oder lasieren! Nur mit Wasser und mildem Reiniger wischen. Bei Verfärbungen leicht abschleifen (Körnung 120–150).

Ausführliche Pflegetipps findest du in unserem Sauna-Pflege-Ratgeber.

Die richtige Holzart gefunden? Vergleiche jetzt die besten Saunas in unserer Top-15-Bestenliste oder filtere nach Typ: Fasssauna, Gartensauna, Innensauna.

Häufige Fragen zu Sauna-Holzarten

Thermoholz (thermisch modifizierte Fichte oder Kiefer) ist die beste Wahl für Außensaunas: extrem witterungsbeständig, formstabil und resistent gegen Schimmel und Insekten. Alternativ eignet sich Rotzeder (Western Red Cedar), die von Natur aus witterungsresistent ist. Nordische Fichte geht auch, braucht aber regelmäßigen Holzschutz-Anstrich.
Nordische Fichte ist der am häufigsten verwendete Holztyp für Saunas. Vorteile: günstig, leicht, angenehmer Holzduft, gute Isoliereigenschaften. Nachteil: kann bei hohen Temperaturen Harz absondern. Für Innensaunas und als Außenverkleidung (mit Lasur) gut geeignet. Für Saunabänke (Hautkontakt) sind harzfreie Hölzer wie Espe oder Hemlock besser.
Thermoholz ist Holz, das unter Sauerstoffausschluss auf 185–230 °C erhitzt wurde. Durch diesen Prozess wird das Holz formstabiler, resistenter gegen Feuchtigkeit und Schimmel, und die Farbe wird dunkler (braun). Die Lebensdauer erhöht sich auf 20–25 Jahre. Thermoholz ist 30–50 % teurer als unbehandeltes Holz.
Espe und Abachi haben eine extrem geringe Wärmeleitfähigkeit. Das bedeutet: Sie fühlen sich auch bei 90 °C nicht heiß an, wenn du dich draufsetzt. Zusätzlich sind sie harzfrei, splitterfrei und hautfreundlich. Abachi (Triplochiton scleroxylon) stammt aus Afrika und ist etwas weicher als Espe, dafür aber noch gleichmäßiger im Holzbild.
Nur die Außenseite einer Außensauna darf mit offenporiger Holzschutz-Lasur behandelt werden. Innen darf das Holz einer Sauna niemals gestrichen, lasiert oder geölt werden, da die Hitze Chemikalien aus der Beschichtung löst, die eingeatmet werden. Saunabänke und -wände innen bleiben immer unbehandelt.
Rotzeder hat den intensivsten und angenehmsten Duft, warm und holzig-würzig. Nordische Fichte duftet frisch nach Wald und Harz. Hemlock ist nahezu geruchsneutral. Espe und Abachi haben praktisch keinen Eigengeruch. Der Holzduft verstärkt sich in den ersten Monaten der Nutzung und lässt dann langsam nach.